DAS WILLIAMS-BEUREN-SYNDROM
AUS PSYCHOLINGUISTISCHER SICHT

von Sven Pipa

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
LUDWIG WITTGENSTEIN [1889 - 1951]; österr. Philosoph

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EINFÜHRUNG
FORSCHUNGSZIELE
EINE KONTROVERSE
DYNAMIK DES SPRACHERWERBS
VISUELL-RÄUMLICHE LEISTUNGEN
GEDÄCHTNIS
ERWERB DES MENTALEN LEXIKONS
SPRACHE UND RESSOURCEN
ORGANISATION VON BEDEUTUNGEN IM MENTALENLEXIKON
IM GESPRÄCH
ZUM AUTOR
LITERATURVERZEICHNIS

EINFÜHRUNG
Die Psycholinguistik untersucht das mentale System, das denSprachgebrauch ermöglicht (Dijkstra & Kempen 1993). Bei dieser Untersuchung spielen häufig auch Fragen eine Rolle, die sich mit nichtsprachlichen Aspekten, z.B. Psychologie oder Genetik, befassen: Erfordert der angemessene Gebrauch von Sprache auch Denken und Fühlen? Gibt es für Sprache eine genetische Basis? Die Untersuchung des genetischen Williams-Beuren-Syndroms (WBS) kann zur Antwort auf die letzte Frage möglicherweise beitragen. Die Gene alleine können zwar kaum festlegen, wer jemand ist und was er inZukunft sein wird, aber sie definieren "das Spektrum (die 'Bandbreite') möglicher Auswirkungen, die die Umwelt bei der Entstehung des Phänotyps [Anm.: Erscheinungsbild] und der Entwicklung von Verhaltensmustern ausüben kann" (Zimbardo & Gerrig 1999).

Bis heute hat sich die Hoffnung, bei Menschen mit WBS einen einfachen Zusammenhang zwischen Sprache und bestimmten Genen finden zukönnen, nicht erfüllt (Karmiloff-Smith 1998; Tassabehji etal.1999). Vielmehr ist ein breites Spektrum komplizierter Fragen abzuklären, um auf lange Sicht verstehen zu können, wie Kinder mit WBS Sprache erwerben. Deshalb gibt es wohl auch eine Vielfalt wissenschaftlicher Artikel, die sich in irgendeiner Form mit Sprache bei Menschen mit WBS beschäftigen. Die meisten dieser Arbeiten beruhen auf Daten, die nicht im Alltag erhoben wurden, sondern in einer "Laborsituation". Deshalb bleiben unter anderem meist die zwei folgenden Fragen offen: Was von dem, was gemessen wurde, ist durch Interaktion mit den Eltern - oder, allgemeiner bezeichnet: Umwelt -erworben worden? Welches Potential steckt bei optimaler Förderung in jedem einzelnen Menschen mit WBS?

Wie läßt sich die Forschung zum Thema Sprache bei WBS verständlich näherbringen? Zunächst fällt auf, daß Wissenschaftler Sprache nicht so beschreiben, wie sie im Alltag erlebt wird. Es tritt selten ins Bewußtsein, daß das, was als Sprache empfunden wird und was mehr oder weniger automatisch abläuft, sich in Wahrheit aus vielen einzelnen Vorgängen zusammenfügt.

Zum Verstehen einer Äußerung gehören z.B. das Hören der Äußerung, das Erkennen der Tatsache, daß es sich um eine sprachliche Äußerung handelt und nicht um ein nichtsprachliches Geräusch, das "Heraushören" aller Laute, die eine Bedeutung haben, das Interpretieren grammatischer Endungen, das "Nachschlagen" eines Wortes im mentalen Lexikon, das Abrufen der Wortbedeutung und der mit diesem Wort verknüpften Bilder und Gefühle usw. (Ellis & Young 1991). Damit verstanden werden kann, was der Gesprächspartner meint, reicht Sprache im engeren Sinne alleine nicht aus. Häufig meint unser Gesprächspartner ja etwas ganz anderes, als er sagt (Hörmann1991). Hinzu kommt, daß wir aufmerksam sein müssen und daß wir in der Lage sind, das Gehörte im Gedächtnis zubehalten.

FORSCHUNGSZIELE
Wissenschaftler interessieren sich für Sprache bei Menschen mit WBS unter anderem deshalb, weil sie hoffen, Antworten auf manche ihrer bisher ungelösten Fragen, z.B. zur Organisation des menschlichen Gehirns, zu finden (Schultz et al. 2001). Frühe Veröffentlichungen, z.B. von Bellugi und Mitarbeitern, sahen nämlich in Menschen mit WBS ein Beispiel für den mehr oder weniger getrennten Erwerb von Sprache und Denken (Bellugi et al. 1988). Nach weiteren Untersuchungen nimmt Bellugi wieder Abstand von so einer einfachen Sichtweise und thematisiert die tatsächliche Komplexität des Leistungsmusters bei Menschen mit WBS (Bellugi etal. 2000). Das Forschungsziel der Gruppe um Bellugi ist, die Basis höherer kognitiver Funktionen (Sprache und Denken) im Gehirn und letztlich ihre genetische Basis zu verstehen. Hierzu ist anzumerken, daß bis heute nicht geklärt ist, ob es angeborenes sprachliches Wissen gibt oder ob Sprache genauso gelernt wird wie anderes auch (Kegel 1987; Seebach et al. 1994). Gegen das Angeborensein von Sprache sprechen in jüngster Zeit Computersimulationen, die zeigen, daß Sprache prinzipiell auch ohne sprachliches Vorwissen erlernbar ist (Illinger 2002; Seebach et al. 1994).

Welches sprachliche Wissen könnte schon in den Genen angelegt sein? Einige linguistisch orientierte Wissenschaftler, z.B. Clahsen und Mitarbeiter, betrachten Sprache hauptsächlich als eine Struktur, die mit Regeln (Grammatik) beschrieben werden kann (Clahsen & Almazan 1998). Sie schließen aus Ergebnissen (z.B. zur Vergangenheitsbildung), die sie in Untersuchungen von Jugendlichen mit WBS ermittelt haben, daß bei Menschen mit WBS der Gendefekt den Erwerb des sprachlichen Regelwerkes weitgehend intakt läßt und eher Störungen des mentalen Lexikons zur Folge hat (Clahsen& Almazan 1998; Clahsen & Almazan 2000; Clahsen & Temple2001). Außerdem nehmen Clahsen und Mitarbeiter an, daß die Architektur des Gehirns bei Menschen mit WBS normal ist. Nur einzelne Komponenten, z.B. das mentale Lexikon, seien unterentwickelt, überentwickelt oder "atypisch" (Clahsen & Temple 2001).

Dem hält Karmiloff-Smith (1998) entgegen, daß bei Menschen mit WBS nicht einzelne Komponenten des Gehirns atypisch sind, sondern umfassende Parameter: Gehirnvolumen, Hemisphärenasymmetrie,Gehirnanatomie und zeitliche Muster der Gehirnaktivität. Darüber hinaus stehe auch die Wechselwirkung von Genen, Gehirn, Kognition, Umwelt und Verhalten während der Entwicklung im Widerspruch zu der Vorstellung, daß sich ein bestimmter Bereich im Gehirn unberührt vom restlichen Gehirn normal entwickeln kann.

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EINE KONTROVERSE
Die Standpunkte, die Karmiloff-Smith und Clahsen einnehmen, lassen sich am Beispiel der kontroversen Ergebnisse zur Vergangenheitsbildung (ein Aspekt des sprachlichen Regelwerkes) vorführen. Die entsprechenden Studien weisen auch auf typische methodische und interpretatorische Probleme hin, denen Wissenschaftler bei der Untersuchung so eines komplexen Themas wie Sprache gegenüberstehen. Dazu gehört, daß eine Verfeinerung der Methode häufig Vorgänge sichtbar macht, die vorher verborgen blieben.

Thomas und Mitarbeiter (darunter Karmiloff-Smith) (2001) untersuchten mit 21 Testpersonen mit WBS eine größere Gruppe als Clahsen & Almazan (1998), die vier Jugendliche mit WBS prüften. Sie verfeinerten die Methode außerdem, indem sie zusätzlich zu derselben Aufgabe wie bei Clahsen & Almazan eine weitere Aufgabe einführten. Dadurch konnten sie den Einfluß von Gedächtnisleistung, Bekanntheit eines Wortes und der Wortbedeutung miterfassen. Die Testung einer größeren Gruppe und die Einführung einer zweiten Aufgabe lieferten Ergebnisse, die Thomas und Mitarbeiter - im Widerspruch zu Clahsen & Almazan - eher als Hinweis auf eine Schwäche des sprachlichen Regelwerkes bei Menschen mit WBS bewerten und nicht als Stärke.

Die Probanden mit WBS schienen beim Anwenden der Vergangenheitsregel (im Englischen die Endung -ed) mehr Schwierigkeiten zu haben, als ihrer Entwicklungsverzögerung entsprach (Thomas et al. 2001). Die Tatsache, daß außerdem Gedächtnisleistung, Bekanntheit eines Wortes und Wortbedeutung Faktoren waren, die die Leistung beeinflußten, zeigt, daß erst viele Einzelleistungen eine komplexe sprachliche Leistung ermöglichen. Die Art und Weise, wie diese Faktoren sich auswirkten, unterschied sich dabei bei den Personen mit WBS und Vergleichspersonen ohne WBS (Thomas et al. 2001).

Die Studie von Thomas und Mitarbeitern belegt auch, daß das sprachliche Leistungsprofil bei Menschen mit WBS unterschiedlich ausfallen kann (Thomas et al. 2001). Unter den Teilnehmern mit WBS fand sich zwar übereinstimmend mit den Leistungen der Vergleichspersonen ohne WBS niemand, der viel besser unregelmäßige als regelmäßige Vergangenheitsformen produzierte, aber die restlichen Kombinationen waren beobachtbar: gute Leistungen bei regelmäßigen und unregelmäßigen Formen, schwache Leistungen bei beiden Formen, durchschnittliche Leistungen bei beiden Formen und gute regelmäßige aber schwache unregelmäßige Vergangenheitsbildung.

Jedes der beobachteten Leistungsmuster hätte als Einzelfallstudie zu völlig unterschiedlichen Rückschlüssen über den Zustand des sprachlichen Regelwerkes bei Menschen mit WBS geführt (Thomas et al. 2001).

Bei der Suche nach einer Erklärung für die eher schwachen Leistungen berücksichtigen Thomas und Mitarbeiter (2001) die Möglichkeit, daß die Regel zur Vergangenheitsbildung mit Hilfe von Basisleistungen erschlossen werden könnte, die nichts direkt mit dem grammatischen Regelwerk zu tun haben. Sie spekulieren nämlich, daß Menschen mit WBS gehörte Sprache "übergenau" verstehen. Möglicherweise werden Laute von Menschen mit WBS so fein analysiert, daß das Erkennen invarianter Merkmale (Regel) über viele Lautteile hinweg erschwert wird. Die potentielle Richtigkeit dieser Annahme zeigte sich in einer Computersimulation des Spracherwerbs (Thomas et al. 2001). Denn "übergenaues" Verstehen resultierte in der Simulation in Leistungen, die für Menschen mit WBS charakteristisch sind. Dazu zählte auch die bekannte Verzögerung des Spracherwerbs.

Den Erwerb sprachlicher Fähigkeiten mit nichtsprachlichen Basisleistungen (z.B. Analyse von Geräuschen) zu erklären, ist eine andere Annäherung an das Thema Sprache bei Menschen mit WBS als die Vermutung einer mehr oder weniger angeborenen sprachlichen Komponente.

Beim Bewerten der jungen Forschung zum Thema Sprache bei WBS sollte im Hinblick auf das Beispiel der Kontroverse über die Vergangenheitsbildung eine zunächst skeptische Haltung gegenüber den Ergebnissen und Interpretationen isolierter Studien angemessen sein. Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse vorgestellt, die dazu beitragen könnten, das mentale System von Menschen mit WBS, insbesondere den Spracherwerb sowie den Sprachgebrauch, besser zu verstehen.

DYNAMIK DES SPRACHERWERBS
Es gibt Hinweise darauf, daß bei Menschen mit WBS nichtsprachliche Leistungen im Laufe der Entwicklung immer weiter hinter sprachlichen Leistungen zurückbleiben (Jarrold et al. 1998). Meist beginnt die Sprachentwicklung bei Kindern mit WBS auffällig verzögert (Mervis & Klein-Tasman 2000; Mervis & Robinson2000). Frühe sprachliche Leistungen einzelner Kinder mit WBS klaffen dabei jedoch - wie auch bei normalen Kindern - weit auseinander. Dieses Phänomen scheint unabhängig von der Größe oder dem Ort der Gendeletion zu sein (Mervis &Robinson 2000). Im weiteren Erwerbsverlauf liegen sprachliche Maße zwar selten auf dem Niveau gleichaltriger Normaler; aber erfreulicherweise steigt bei Menschen mit WBS mit zunehmender Äußerungslänge meist auch die grammatische Komplexität. Das ist von anderen Syndromen mit geistiger Retardierung nicht bekannt (Mervis & Robinson 2000).

Stimmt die Aussage von Jarrold und Mitarbeitern, daß die Diskrepanz sprachlicher gegenüber nichtsprachlicher Leistung im Erwerbsprozeß immer größer wird, so wäre die Behauptung sprachlicher Stärken oder Schwächen ohne Nennung des Entwicklungszeitpunktes eine fragwürdige Vereinfachung. Es ist zwar gelungen, eine statistisch korrekte Beschreibung des Profils geistiger Fähigkeiten zu ermitteln, die auf Kinder und Erwachsene mit WBS gleichermaßen paßt (Mervis et al. 2000); die Komplexität dieses Leistungsprofils ist allerdings so hoch, daß es als Beschreibung kaum begreifbar ist.

Bei den festgestellten Leistungen der Kinder und Erwachsenen mit WBS fallen aber visuell-räumliche Fähigkeiten und Gedächtnisleistungen auf:

GEDÄCHTNIS
Ein Merkmal des Profils geistiger Fähigkeiten von Menschen mit WBS ist die meist relative Stärke des auditiven Kurzzeitgedächtnisses. Darüber hinaus wird eine häufig berichtete Schwäche visuell-räumlicher konstruktiver Leistungen bestätigt (Mervis et al. 2000). Diese Schwäche wird wahrscheinlich durch ein ebenfalls schwaches visuell-räumliches Kurzzeitgedächtnis mitverursacht (Jarrold et al. 1999). Die Unstimmigkeit zwischen eher guten auditiven und eher schwachen visuell-räumlichen Leistungen für das Kurzzeitgedächtnis scheint sich für das Langzeitgedächtnis hingegen nicht zubestätigen (Vicari et al. 1996). Insgesamt gilt das Langzeitgedächtnis als beeinträchtigt (Vicari et al. 1996).Eine spekulative Erklärung von Vicari (2001) macht dafür das langsame Generieren der Bilder, die mit einem gehörten Wortverknüpft sind, mitverantwortlich.

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VISUELL-RÄUMLICHE LEISTUNGEN
Da Sprache häufig im Kontext nichtsprachlicher Fähigkeiten erforscht wird, und visuell-räumliche konstruktive Leistungen als auffällige Schwäche von Menschen mit WBS genannt werden, ist es wichtig, zu wissen, worum es sich bei dieser Leistung handelt: Gemeint ist die Fähigkeit zur Transformation visueller Informationen, die über Augenbewegungen aufgenommen werden, inkoordinierte Handlungen (Sturm et al. 2000). Zur Überprüfung dieser Fähigkeit sollen z.B. einzelne gemusterte Würfel nach einer Gesamtfigur (Vorlage) zusammengesetzt werden (Mervis &Klein-Tasman 2000). Aufgrund solcher Tests ziehen Wissenschaftler Rückschlüsse über die nonverbale Intelligenz von Menschen mit WBS (Jarrold et al. 1998).

Neuere Erklärungen dieser Schwäche bei Menschen mit WBS sehen neben dem ebenfalls schwachen visuell-räumlichen Kurzzeitgedächtnis einen Zusammenhang mit der Unfähigkeit, die Grenzen einzelner Elemente in einem globalen Muster zu erkennen (Merviset al. 1999).

ERWERB DES MENTALEN LEXIKONS
Ähnlich erfreuliche Ergebnisse wie zur grammatischen Komplexität im Verlauf der Entwicklung von Menschen mit WBS liegen auch zum Erwerb des Lexikons vor. Die Größe des passiven Wortschatzes entwickelt sich bei Menschen mit WBS wahrscheinlich mit konstantem Rückstand auf die Norm ständig weiter und erreicht häufig Werte im unteren Normbereich (Mervis et al. 1999). Kinder mit WBS - und ihre Eltern - greifen beim Wortschatzerwerb möglicherweise auf andere Strategien zurück als bei einem normalen Entwicklungsverlauf. Es sieht nämlich so aus, als ob es Kindern mit WBS vergleichsweise lange Zeit nicht gelingt, zeigende Gesten für das Lernen neuer Wörter zu nutzen. Die Verknüpfung von Wort und Objekt erfolgt dann trotz lauten Benennens nicht, wenn die Mutter auf ein Objekt deutet, das sich nicht zufällig im Aufmerksamkeitsfokus ihres Kindes befindet (Mervis& Bertrand 1997).

An dieser Stelle ist es möglich, aus den Forschungsergebnissen unmittelbar Ratschläge für den Alltag abzuleiten. Denn Videomitschnitte brachten ans Licht, daß die Mütter durch ihr Verhalten dieses potentielle Hemmnis für den Wortschatzerwerb ausgleichen konnten. Sie benützten hierfür - intuitiv - drei Tricks: Erstens bezeichneten sie solche Objekte, zu denen ihr Kind ohnehin gerade schaute; zweitens plazierten sie die Objekte im Blickfeld des Kindes und drittens richteten sie die Aufmerksamkeit auf ein zu bezeichnendes Objekt, indem sie durch Anklopfen ein Geräusch erzeugten (Mervis & Bertrand 1997).

Ein weiteres - für die Forscher überraschendes - Kennzeichen der Erwerbsmechanismen ist, daß es Kindern mit WBS gelingt, ihren Wortschatz schnell zu vergrößern (Wortschatzspurt), obwohl ihnen noch die Erkenntnis fehlt, daß alle Objekte einer Kategorie angehören und einen Namen haben. Solche Fähigkeiten werden z.B. mit einer Sortieraufgabe geprüft (Mervis & Bertrand 1997).

Die Tendenz, Wortschatz nach teilweise atypischen Regeln zu erwerben, setzt sich wahrscheinlich bei älteren Kindern und Erwachsenen mit WBS fort. So bezogen ältere Versuchspersonen mit WBS neue Wörter seltener auf ganze Objekte (z.B. "Bein" => Fußstatt "Bein" => Bein) und auf Objekte derselben Kategorie (z.B."Ball" => Ballspieler statt "Ball" => anderer Ball) (Stevens & Karmiloff-Smith 1997). Solche Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, über das Messen der bloßen Leistungsmaße (z.B. Wortschatzgröße) hinaus die zugrundeliegenden Mechanismen zu untersuchen, um verstehen zu können, wie Menschen mit WBS Sprache erwerben.

Schließlich ist wohl auch das bei Menschen mit WBS normal arbeitende auditive Kurzzeitgedächtnis ein wichtiger Faktor bei der Frage, wie Menschen mit WBS neue Wörter lernen (Grant et al.1997). Grant und Mitarbeiter (1997) stellten fest, daß Kinder mit WBS im Verlauf ihrer Entwicklung länger als normale Kinder mehr beachten, wie sich ein Wort anhört, als was es bedeutet. Dies interpretieren sie - insbesondere im Zusammenhang mit einer vermuteten semantischen (die Bedeutung betreffenden) Schwäche - als Hinweisauf eine im Entwicklungsverlauf verzögerte Integration der Bedeutungen ins mentale Lexikon.

SPRACHE UND RESSOURCEN
Ein anderer Erklärungsansatz für Leistungsschwächen bezieht sich generell auf eine postulierte Begrenztheit geistiger Ressourcen. Hiernach sinkt eine bestimmte Leistung immer dann, wenn gleichzeitig auch andere Leistungen erbracht werden müssen. Entsprechend dieser Idee wurden grammatische Fähigkeiten von Menschen mit WBS einmal unter einer Bedingung getestet, die wenig Ressourcen in Anspruch nimmt und dann in einer Vergleichsbedingung, die einen höheren Ressourcenverbrauch erforderte.

Brauchten die Probanden mit WBS nur einen Knopf zu drücken, sobald in einem vorgespielten Satz ein bestimmtes Wort auftauchte, so demonstrierten sie überwiegend fehlerfreies grammatisches Wissen (Karmiloff-Smith et al. 1998). Mußten sie sich aber im Rahmen einer Bildauswahlaufgabe "Gedanken machen", machten sie Fehler, die nicht ihrem vorhandenen grammatischen Wissen entsprachen. Das beobachtete Fehlermuster war übrigens ähnlich dem normaler Menschen hohen Lebensalters (Karmiloff-Smith et al. 1998).

Entsprechend einem gehörten Satz ein Bild auszuwählen verbraucht Ressourcen für: das Hören des Testsatzes, seine sprachliche "Entschlüsselung", das Behalten im Gedächtnis, das Anschauen der dargebotenen Bilder, das (auch sprachliche) "Entschlüsseln" der Bilder, das Behalten der Bilder im Gedächtnis, den Vergleich jedes der Bilder mit dem gehörten Satz und schließlich das Auswählen des Bildes, das am besten zum gehörten Satz paßt. Diese hohe Anzahl nötiger Teilleistungen macht Fehler wahrscheinlicher.

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ORGANISATION VON BEDEUTUNGEN IMMENTALEN LEXIKON
Auch im Bereich des mentalen Lexikons existieren Spekulationen, daß Besonderheiten bei Menschen mit WBS erst bei höherem Ressourcenverbrauch auftauchen und zwar bei der Integration einzelner Wörter in den Satzzusammenhang (ungewöhnliche Aktivierungsmuster im Gehirn) (Neville et al. 1994; Tyler et al. 1997). Denn die Reaktionszeiten eines Versuchs mit unbewußtem, automatischem Wortabruf, der kaum "Nachdenken" erforderte, zeigten, daß das mentale Lexikon bei Menschen mit WBS wahrscheinlich normal organisiert ist (Tyler et al. 1997). Geprüft wurde die Verknüpfung isolierter Wörter entsprechend ihrer "Familienzusammengehörigkeit" (z.B. "Hamster" <=> "Maus") und "Situationszusammengehörigkeit" (z.B. "Schirm" <=> "Regen").

Die wahrscheinlich normale Organisation des mentalen Lexikons auf Wortebene kann die - eher in frühen Untersuchungen - behauptete Neigung von Menschen mit WBS, häufig ungewöhnliche Wörterzu benutzen, nicht erklären. Neuere Untersuchungen unterstreichendie "Normalität" der von Menschen mit WBS gebrauchten Wörter (Jarrold et al. 2000; Mervis et al. 1999; Scott et al. 1995; Volterraet al. 1996).

Die Organisation der Wörter im mentalen Lexikon ist vielleicht nicht so "raffiniert" wie bei Menschen ohne das Syndrom. So unterschieden Versuchspersonen mit WBS z. B. nicht strikt zwischen Haustieren und Tieren auf dem Bauernhof (Jarrold et al. 2000). Die Tatsache, daß die Bedeutungen räumlicher Ausdrücke (z.B."oben") trotz der schwachen räumlichen Fähigkeiten wahrscheinlich normal (aber auch nicht so "raffiniert" wie bei Menschen ohne das Syndrom) erworben werden, zeigt, wie robust das mentale Lexikon von Menschen mit WBS gegenüber Schwächen auf niedrigen Ebenen ist (Zukowski et al. 1999).

Dieses Merkmal normaler, aber weniger "raffinierter" Leistung findet ihre Entsprechung wohl auch in der eher einfachen Organisation von Wissen bei Menschen mit WBS (Johnson & Carey 1998). Es gelingt ihnen zwar mehr oder weniger mühelos, Wissen (z.B. über den Tod) anzureichern; sie verharren aber beim Erwerb des Konzeptes, das hinter dem Wissen steht, auf niedrigem Niveau. So konzeptualisierte eine Studienteilnehmerin mit elaboriertem Wissen über den "Tod", das deutlich über Vorschulniveau lag, den Tod immer noch als einen anderen Teil des Lebens - wie es bei normalen Vorschulkindern beobachtet wird.

IM GESPRÄCH
Wie geschickt greifen Menschen mit WBS in einem "echten" Gesprächauf ihre sprachlichen Fähigkeiten zurück? Im Kontakt mit anderen Menschen profitieren Kinder und Erwachsene mit WBS von ihrem häufig offenen und einfühlsamen Wesen (Davies et al. 1998;Gosch & Pankau 1998; Jones et al. 2000; Losh et al. 2000). So gelingt es ihnen auch relativ gut, Sprache gefühlsmäßig und sozial zu gebrauchen. Die reine Informationsvermittlung oder das logische Schlußfolgern liegt Menschen mit WBS weniger (Losh etal.2000; Stojanovik et al. 2001). Eltern berichten auch, daß ihre Kinder mit WBS bestimmte sprachliche Äußerungen besonders oft anbringen und gerne soziale Phrasen oder Klischees benutzen (Einfeld et al. 2001; Gosch et al. 1994). Es ist außerdem zulesen, daß manche Kinder mit WBS mehr oder weniger blumige Geschichten "aus freiem Himmel" erfinden - auch wenn das der Situation nicht angemessen ist (Volterra et al. 1996; in persönlicher Kommunikation mit Eltern bestätigt).

So eine blumige Erzählweise ist aber auch in einer angemessenen Situation - Nacherzählen einer Bildergeschichte - charakteristisch für Kinder mit WBS (Losh et al. 2000). Sie verstehen es meistgekonnt, ihre Zuhörer an ihren Vortrag zu fesseln. Dazu verstellen sie z.B. ihre Stimme, machen Geräusche oder beschreiben - mit sprachlichen Mitteln - Gefühle usw. Anders als die Vergleichspersonen ohne WBS, die sich hauptsächlich für die Geschichte interessierten, orientierten sich die Versuchspersonen mit WBS vor allem an den Bedürfnissen ihrer Zuhörer. Hierbei kommt ihnen ihr "Talent" zugute, ganz ohne Nachdenken - nur durch Anschauen ihres Gesprächspartners - seinen "geistigen Zustand" zu erfassen (Tager-Flusberg & Sullivan 2000; Tager-Flusberg et al.1998). Sahen sich die Probanden mit WBS nicht einem lebenden Gesprächspartner - entscheidend sind seine Augen - gegenüber, sondern waren auf logisch-linguistische Schlüsse angewiesen, dann verschlechterte sich ihr Vermögen, den "geistigen Zustand" anderer zu erfassen, deutlich.

ZUM AUTOR

Sven Pipa studiert Psycholinguistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im Rahmen seiner Magisterarbeit recherchierte er den aktuellen Forschungsstand zur Sprache bei Menschen mit Williams-Beuren-Syndrom. Die Aufarbeitung der Literatur bildet den Ausgangspunkt für sein Dissertationsvorhaben.

Herr Pipa hofft, auf lange Sicht einen Beitrag zum besseren Verständnis des Williams-Beuren-Syndroms leisten zu können.

LITERATURVERZEICHNIS

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