Der Bundesverband Williams-Beuren-Syndrom trauert um Professor Armin Wessel

Der Kinderkardiologe Prof. Dr. Armin Wessel (65), ärztlicher Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und 1. Vizepräsidentder Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK), erlag am 16.Juli einem plötzlichen Herztod.

Professor Wessel war ein exzellenter Kinderkardiologe – sowohl in der Klinik, als auch in der Forschung. Er galt bundesweit als der herausragende Experte für das Williams-Beuren-Syndrom.

Viele unserer Familien wurden von ihm in Kiel und Göttingen betreut, bevor er an die Medizinische Hochschule Hannover ging. Er war stets erster Ansprechpartner für unsere Familien und deren Kinderkardiologen, denen er beratend zur Seite stand. Leider konnte Herr Prof. Wessel an der diesjährigen Bundesverbandstagung in Kirchheim nicht teilnehmen, da „seine" Klinik zum gleichen Zeitraum eine große Veranstaltung durchführte. Um trotzdem für unsere Familien da zu sein, überließ er sein Material Herrn Dr. Schröder aus Lüneburg, damit dieser einen informativen Vortrag über die Besonderheiten beim Williams-Beuren-Syndrom halten konnte.

Prof. Wessel stand kurz vor seiner Emeritierung und freute sich auf den Ruhestand, den er und seine Frau weitgehend in seiner zweiten Heimat Finnland verbringen wollten.

Armin Wessel, geboren im Mai 1946 in Plön, studierte in Kiel Medizin, wo er auch bis 1989 in der Kinderkardiologie tätig war. Von 1989 bis 2002 arbeitete er als Leitender Oberarzt an der Kinderkardiologie der Universität Göttingen, ehe er im Januar 2003 die Professur an der MHH antrat und die Kinderkardiologie und Intensivmedizin übernahm. Bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kolleginnen und Kollegen galt er als warmherziger, einfühlsamer Chef. Wenn es um die Wissenschaft ging, überwog seine nüchtern, sachliche Art.

Professor Wessel erhielt zahlreiche Auszeichnungen und war Mitglied in vielen Fachgesellschaften. Von 2008 bis 2009 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

1993 wurde er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates im Bundesverband Williams-Beuren-Syndrom und bildete zusammen mit Herrn Prof. Pankau und Frau Prof. Gosch ein starkes Fundament.

Der Tod von Prof. Wessel hat uns sehr betroffen gemacht und wir sind in Gedanken bei seiner Familie.
Die Lücke, die Prof. Wessel auch in unserem Verband hinterlässt wird sich wohl nie schließen lassen.

Für den Bundesverband Williams-Beuren-Syndrom
Christina Leber