Wir freuen uns endlich auch ein Angebot zu Rehabilitation und Vorsorge vorstellen zu können.

Leider fehlt uns die Erfahrung mit entsprechenden Einrichtungen zur Vorsorge und Rehabilitation.
Da unser Sydrom zu den Seltenen Erkrankungen zählt wird eine Spezialisierung auf das Williams-Beuren-Syndrom wohl nicht realisierbar sein.
Umso mehr freut es uns, dass Herr Prof. Pankau (in Deutschland maßgeblich an der Erfoschung des Syndroms und Erarbeitung der Leitlinien beteiligt) einen neuen Wirkungskreis gefunden hat. Seit Ende 2015 arbeitet Herr Prof. Pankau an der Fachklinik Klaus Störtebeker OSTSEESTRAND JOHANNESBAD auf USEDOM. Die Fachklinik Klaus Störtebeker steht für Mutter/Vater-Kindkuren bereit. Die klassische Verlaufsdiagnostik des Williams-Beuren-Syndroms wird weiterhin im Heliosklinikum Duisburg duchgeführt.

Folgende Krankheitsbilder werdnen behandelt und betreut:  

- Atemwegs Erkrankungen     
- Hautkrankheiten
- Adipositas

www.ostseestrandklinik.de 


Prof. Dr. med. Rainer Pankau
Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestand Johannesbad Usedom AG & Co. KG
Strandstraße 13, 17459 Kölpinsee
rainer.pankau@ostseestrandklinik.de

Welches Kind kann eine Rehabilitations über den Rentenversicherer erhalten?
Wenn:

  1. Persönliche medizinische Gründe vorliegen
  2. Eltern die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen

Medizinische Gründe:

-        Schwere Erkrankung mit bereits geminderter Leistungsfähigkeit aber der bestehenden Chance die Gesundheit zu verbessern oder wiederherzustellen
-        Gefährdung der Gesundheit des Kindes oder Folgeerscheinungen einer Erkrankung, die die spätere Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen könnten

dazu zählen insbesondere folgende Krankheiten:

-        der Atemwege
-        der Haut
-        des Herz-Kreislaufsystems
-        von Leber, Magen oder  Darm
-        der Nieren und Harnwege
-        des Stoffwechsels
-        des Bewegungsapparates

aber auch

-        Allergien
-        Neurologische Erkrankungen
-        Psychosomatische und psychomotorische Störungen, Verhaltensstörungen
-        Übergewicht in Verbindung mit weiteren Risikofaktoren oder anderen Erkrankungen
-        Adipositas mit einem BMI > 97. Perz.

Versicherungsrechtliche Voraussetzungen:

Das Kind selbst ist nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert.
Ein Elternteil hat in den letzten 2 Jahren vor dem Rehabilitationsantrag für mindestens 6 Monate Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung bezahlt.
Kinder von Beamten haben keinen Anspruch auf eine Rehamaßnahme über den Rentenversicherungsträger.
Auch Kinder und Jugendliche die eine Waisenrente erhalten, können eine Rehamaßnahme nach § 40 SGB V bekommen.
Die sogenannte Kinderrehabilitation ist bis zum 18. Lebensjahr möglich.
Wer über das 18. Lebensjahr hinaus eine Schul- oder Berufsausbildung, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst absolviert, kann sogar bis zum 27. Lebensjahr eine Rehamaßnahme erhalten.

Jugendliche, die wegen einer Behinderung nicht für sich selbst sorgen können, können ebenfalls eine Rehamaßnahme bis zum 27. Lebensjahr erhalten.
Das Rehabilitationsverfahren dauert in der Regel 4 Wochen.                

Antragsformulare erhält man bei der Deutschen Rentenversicherung oder über das Internet unter
www.deutsche-rentenversicherung.de
Suchbegriff: „Kinderrehabilitation Nichtversicherte“

Folgende Antragsformulare werden benötigt:

-        G200 „Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation für nichtversicherte Kinder und Jugendliche“
-        G612 „Ärztlicher Befundbericht zum Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation…“
-        G600 „Honorarabrechnung zum ärztlichen Befundbericht“
-        G581 „Antrag auf Haushaltshilfe oder Kinderbetreuungskosten (ggf.)“

Erläuterung:

-        das Formular G200 wird von den Eltern ausgefüllt
-        Im Formular G612 ist unbedingt der Hinweis anzugeben, dass ambulante Möglichkeiten vor Ort ausgeschöpft sind; entsprechend dem Grundsatz ambulant/vollstationär
-        Die Mitaufnahme eines Elternteils als Begleitperson kann in der Zeile 17 „Bemerkungen“ angegeben werden; dies ist grundsätzlich bis zum 8. Geburtstag möglich, aus medizinischen Gründen aber auch darüber hinaus
-        Ist eine bestimmte Klinik durch die Eltern gewünscht (Wunsch- und Wahlrecht) kann dies auch in der Zeile 17 „Bemerkungen“ mit Begründung vermerkt werden
-        Formular G581: Falls keine häusliche Betreuung für ein gesundes Geschwisterkind möglich ist, kann es als Begleitperson mit aufgenommen werden. Eltern müssen dies extra in Zeile 6.3 „Mitaufnahme in die Rehabilitationseinrichtung“ beantragen.
-        Formular G611: Ergänzende Informationen für die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt

Das Formular G612 darf von jedem Arzt ausgefüllt werden.

Aufgaben und Ziele der Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen

Definition einer chronischen Erkrankung:

Eine chronische Erkrankung nach dem Verständnis der Leistungsträger liegt dann vor, wenn diese seit mindestens einem Jahr besteht und in ihrer Folge funktionelle körperliche und/oder psychosoziale Einschränkungen eingetreten sind, die kompensatorische Bemühungen erfordern und mit einem hohen Bedarf an medizinischer Versorgung und Leistung einhergehen. Dies trifft auch nach Auffassung der Deutschen Rentenve

rsicherungsträger beispielhaft für folgende Krankheiten zu:

Krankheiten

-       der Atemwege
-       der Haut
-       des Herz-Kreislauf-Systems
-       von Leber, Magen und/oder Darm
-       der Nieren und ableitenden Harnwege
-       des Stoffwechsels
-       des Bewegungsapparates sowie
-       für Allergien
-       neurologische Erkrankungen
-       psychosomatische und psychomotorische Störungen, Verhaltensauffälligkeiten
-       primäre statomotorische mentale Entwicklungsstörung
-       Übergewicht in Verbindung mit weiteren Risikofaktoren oder anderen Erkrankungen
-       Adipositas mit einem BMI oberhalb der 97. Perzentile

Bei der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen geht es im Gegensatz zu Erwachsenen nicht eine Wiedereingliederung in einen bereits ausgeübten Beruf zu erzielen, sondern vielmehr darum, sie auf das spätere Erwerbsleben zu befähigen.

Chronische Erkrankungen führen oft zu weiteren negativen Auswirkungen im Leben der Betroffenen und damit zur Beeinträchtigung ganz unterschiedlicher Strukturen und Funktionen, die wiederum die Integrität der betroffenen Personen negativ beeinflussen und destabilisieren können.

  • Beeinträchtigung der psychischen Strukturen und Funktionen

     Körperliche Integrität

  • Beeinträchtigung des Erlebens, Fühlens und Wohlbefindens

     Seelische Integrität

  • Beeinträchtigung alltäglicher Verrichtungen und der in der Schule geforderten Leistungen

     Integrität von Aktivitäten und Leistungen

  • Beeinträchtigung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft

     Soziale Integrität

Durch diese Beeinträchtigungen können weitere Krankheiten, sogenannte Sekundärprozesse, entstehen. Eine Immobilität beispielsweise kann eine Muskelatrophie oder Kontrakturen der Gelenke zur Folge haben (körperliche Instabilität). Seelische Instabilität kann zu Depressionen, Einschränkung der Aktivität und Leistung, zum Schulversagen oder zu autoaggressivem Verhalten führen.

Fehlende Teilhabe am Leben in der Gesellschaft kann Regression, Adipositas oder depressive Verstimmungen mit sich führen. Ein Diabetes mellitus Typ I kann beispielsweise zu Fehlzeiten in der Schule und sekundär zum Leistungsabfall, Ausgrenzung aus dem Klassenverband und nachfolgend zu sozialem Rückzug und reaktiver depressiver Verstimmung führen. Dies beeinflusst die soziale und seelische Integrität. Chronische Erkrankungen können aber auch negative Auswirkungen auf dritte Personen, meist die Familie, haben und auch dort zu Krankheiten führen. Man spricht von sogenannten induzierten Prozessen. So können beispielsweise Geschwisterkinder mit Aggressivität, depressiver Verstimmung, Schulversagen, Anorexie oder Adipositas auf chronische Erkrankungen eines Geschwisterkindes reagieren. Bei den Eltern findet man nicht selten eine psychophysische Erschöpfung, Suchtprobleme, Trennung und möglicherweise aufgrund des Verlustes eines Arbeitsplates den sozialen Abstieg.

Die Aufgaben von Rehabilitationseinrichtungen für Kinder und Jugendliche bestehen darin, bereits eingetretene oder drohende Beeinträchtigungen zu beseitigen, zu mindern, deren Verschlechterung verhindern oder weiteren Beeinträchtigungen vorzubeugen oder zumindest deren Folgen zu mildern.

Die Ziele der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen liegen darin, diesen Betroffenen trotz ihrer chronischen Krankheit oder Behinderung eine weitgehend normale Entwicklung und später eine weitgehende normale Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dies schließt als Fernziel ausdrücklich auch die Teilhabe am Arbeitsleben mit ein.

Unterschiede zwischen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen

Rehabilitationseinrichtungen nehmen im Unterschied zu Vorsorgeeinrichtungen nur solche Kinder und Jugendliche auf, die eine spezifische klinische Therapie benötigen. Entscheidende Aufgabe und Ziel einer Rehabilitation im Kindes- und Jugendalter ist es, die individuellen kind- und umgebungsbezogenen Risikofaktoren kennenzulernen und ihren ungünstigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf und dessen Folgeerscheinungen zu vermindern (siehe nachfolgende Tabelle).

 

Unterschiede zwischen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen nach § 23 und 40 SGB V

 

 

Vorsorge

(§ 23 SGB V)

 

 

Rehabilitation

(§ 40 SGB V)

 

-       vorbeugend

-       nicht vorbeugend

-       keine chronischen Erkrankungen

-       chronische Erkrankungen

-       keine Diagnostik

 

-       fachspezifische medizinische Leitung

-       kein individuelles Therapiekonzept

-       krankheitsspezifisch ausgerichtetes Fachpersonal

-       Einzel-, Gruppengespräche

-       krankheitsspezifische Diagnostik

-       psychologische Beratung

-       individuelles Therapiekonzept

-       Erholung, Entspannung

-       Einzel-, Gruppentherapie

 

 

-       Patienten- und/oder Elternschulung

Z i e l:

Drohenden Erkrankungen

 

entgegenzuwirken

 

 

 

 

 


Z i e l:

Behinderung/Pflegebedürftigkeit

- abwehren          oder

- mindern            oder

- ausgleichen

Verschlechterung

- verhüten          oder

Folgen

- mildern

hier können Sie die Rehabilitationsrichtlinie herunterladen

Anträge stellt man am besten immer bei der Deutschen Rentenversicherung. Sollte die nicht zuständig sein, wird der Antrag an Ihre Krankenkasse weitergeleitet. Unterstützung bekommen Sie natürlich gerne von uns oder der Reha-Servicestelle in Ihrer Nähe: http://www.reha-servicestellen.de